Eine kurze Geschichte der Genetik (German Edition) by Rolf Knippers

By Rolf Knippers

Genforschung, DNA, Gene und Genome, Genetik in Landwirtschaft und Medizin, in Erziehung und Psychologie - diese Begriffe sind nicht nur in der Fachwelt, sondern auch in den Feuilletons der Zeitungen, in Funk, Fernsehen und öffentlichen Debatten des 21. Jahrhunderts allgegenwärtig.

Dabei ist durchaus nicht jedem bekannt oder bewusst, dass die Genetik eine relativ junge Wissenschaft ist und erst Anfang des vorigen Jahrhunderts Gestalt annahm. Der zentrale Begriff des Gens erhielt dabei im Laufe der Jahrzehnte bis heute ständig neue und andere Bedeutungen, oft befrachtet mit allerlei Unklarheiten und Ungenauigkeiten, ja, mit Abstrusitäten, wenn guy an die Irrwege der Eugenik und an die Diskussionen um die Vererbbarkeit von Intelligenz denkt. Die Gentechnik hat weltweit zahlreiche Debatten ausgelöst, die bis heute anhalten; neue Kämpfe werden ausgefochten über Gene in Nahrungsmitteln, Gene als Rohstoffe von Wachstumsindustrien und die Möglichkeiten der immer gezielteren Eingriffe in das Erbgut bis hin zur synthetischen Biologie. Die Gene und die Genetik stehen heute genauso wie in den Jahrzehnten zuvor im Blickpunkt der Öffentlichkeit.

Der Rückblick auf intestine hundert Jahre Genetik enthüllt eine faszinierende Geschichte. Diese Geschichte wird im vorliegenden Buch leicht, lebhaft und intestine verständlich erzählt und in der 2. Auflage bis in die jüngste Vergangenheit fortgeschrieben. Das Werk richtet sich an Leser, die an der Entwicklung von Ideen interessiert sind, aber besonders an solche, die wissen wollen, wie und warum Gene und Genetik zu Schlüsselworten des Jahrhunderts wurden.

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3 Der Fliegenraum Thomas Hunt Morgan (1866–1945) Geboren wurde Morgan in Lexington, Kentucky, als Sohn einer wohlhabenden und angesehenen Familie – Southern Aristocracy, wie die amerikanischen Biografen gern schreiben.  Morgan auszeichneten – vor allem Selbstsicherheit und Gelassenheit. Was ihn noch auszeichnete, waren Großzügigkeit, Freundlichkeit und Fleiß. Man zählt 22 Bücher aus seiner Feder, über 370 wissenschaftliche Artikel in Fachzeitschriften, dazu Aufsätze über die Organisation von Universitäten, Forschungseinrichtungen und dergleichen sowie unzählige Briefe.

Morgan an die Cornell-Universität und sprach auch mit McClintock. Er soll so beeindruckt gewesen sein, dass er dringend zur sofortigen Publikation riet. Das brächte dem Gebiet der Mais-Genetik ein gehöriges Prestige. Es ist nicht überliefert, ob er auch sagte, dass er damit den beiden Forscherinnen die Priorität sichern wollte, denn er wusste, dass ein deutscher Genetiker, Curt Stern (1902–1981), ganz ähnliche Arbeiten mit Drosophila durchgeführt hatte. So kam es, dass beide – übrigens gleichaltrige – Wissenschaftler ihre Arbeiten im Jahre 1931 publizierten: Barbara McClintock mit Harriet Creighton in den Proceedings of the National Academy of Sciences und Curt Stern in einer Zeitschrift namens Biologisches Zentralblatt.

Die Nachkommen (F1) sind heterozygot. Sie sind phänotypisch normal, weil die Wildtyp-Eigenschaften dominant sind. Rückkreuzung mit dem Mutanten-Männchen (Mitte) ergibt die nach den Mendel-Kombinationen erwarteten Phänotypen. Allerdings nur in 83 % der Fälle, denn in 17 % sind die Reihenfolgen der Genmarker unterbrochen. Die allelen Gene sind neu kombiniert worden (Rekombination). (Mit freundlicher Genehmigung des Quelle & Meyer Verlags) 3 Der Fliegenraum 25 herzustellen“ und zwar mit sechs Genen auf dem X-Chromosom „in der Reihenfolge und den relativen Abständen, wie sie immer noch in der Standard-Genkarte verzeichnet sind“.

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