Die Dopingrepublik: Eine (deutsch-)deutsche Sportgeschichte by Klaus Blume

By Klaus Blume

Dopingrepublik Deutschland: Während die Spezialisten der alten Bundesrepublik schon im Dritten Reich ihr Handwerk lernten, ging es in der DDR erst um 1970 richtig los, dann aber gleich als Chefsache. Im Westen forderte Wolfgang Schäuble, im Osten Erich Honecker die medikamentöse Aufrüstung. Nach 1989 marschierten Ost und West dann vereint in die eine neue Dopingrepublik mit milliardenschweren Interessen - und massiven Vertuschungsaktionen; prominente Bauernopfer müssen seitdem die Einzelfall-Theorie untermauern.
Das in Wahrheit flächendeckende und wohlorganisierte (Doping-)System des deutschen activities beleuchtet kundig und faktenbasiert Insider Klaus Blume. Er gibt treffende Antworten auf drängende Fragen: Wer sind die Sportler, wer die staatlichen Befürworter? Wer bezahlt Doping? Welche Rolle spielen die Ärzte? used to be haben Sponsoren, Sportartikel-Hersteller und das öffentlich-rechtliche Fernsehen mit Doping zu tun? Und können Olympia-Normen wirklich nur unter Zuhilfenahme verbotener Mittel erreicht werden?

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A Slender Thread: Escaping Disaster in the Himalaya

Put up 12 months notice: First released in 2000
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Together with Chris Bonington and different unique British climbers, Stephen Venables was once excessive at the unclimbed and sacred mountain of Panch Chuli whilst, at 1am on a dismal Himalayan evening, his abseil failed and he fell catastrophically, somersaulting from rock to rock and touchdown, seriously-wounded, on the finish of a rope suspended above a 50-degree icefield. this is often the tale of his laborious and nearly unbelievable survival, and of the bright, dedicated teamwork which introduced him to safety.

Literary Awards
Boardman Tasker Prize Nominee for Mountain Literature (2000)

Body Check

Whilst power activities publicist Janna MacNeil butts heads with hockey crew captain Ty Gallagher, they do not simply crack the ice-they soften it.

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Warum, so fragen sich heutzutage viele Menschen, war die Vergangenheitsbewältigung des deutschen Sports bei der Wiedervereinigung nur so schwierig? Eigentlich hätte die Sache doch von vornherein klar sein müssen: Einem DDR-Dopingexperten, der sogar Minderjährige geschädigt hat, dürften im gesamtdeutschen Sport nie wieder Minderjährige anvertraut werden. Das wurde jedoch in der Praxis ganz anders gehandhabt, denn die westdeutschen Sportfachverbände wollten nur eines: Sieger! Aus dieser Logik heraus betrachtet, ist ein ehemaliger Dopingtrainer – ob Ost- oder Westdeutscher – auch kein unmoralischer Mensch, sondern ganz einfach nur ein guter Trainer, einer, der den sportlichen Erfolg nicht aus den Augen verliert, einer, der ihn nicht nur anstrebt, sondern obendrein auch garantieren kann.

Aber jetzt erst einmal zu den Fakten dieses obskuren Falls: Die Sprint-Weltmeisterin von 1991 in Tokio war am 5. August 1992 wegen der vermeintlich verbotenen Einnahme des Kälbermastmittels Clenbuterol zu einer sogenannten »Sportordnungswidrigkeit« – also nicht wegen eines Dopingvergehens! – zu einer insgesamt dreijährigen Sperre verurteilt worden. Eine einjährige Sperre verhängte der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV), zwei Jahre zusätzlich der Internationale Leichtathletik-Verband (IAAF).

Baumann erinnert sich nämlich ganz genau an jenen 18. November des Jahres 1999. Er schreibt: »Meine Gedanken schweifen zum gestrigen Abend mit Helmut Digel. Der Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes war erst vor wenigen Wochen einem Ruf an das Tübinger Sportinstitut gefolgt. Hier hatte er seine wissenschaftliche Karriere begonnen, von hier aus will er sein sportpolitisches Gewicht in die Waagschale werfen. Er will es mit mir zusammen tun, auch als väterlicher Freund. So sehe ich ihn.

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